Ab September 2026 tritt die Empowering Consumers Directive (EmpCo) in Kraft und verschärft die Anforderungen an Umwelt‑ und Nachhaltigkeitsaussagen in der Unternehmenskommunikation deutlich. Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“, „biologisch abbaubar“ oder „klimaneutral“ dürfen künftig nur verwendet werden, wenn sie klar belegbar und rechtlich zulässig sind. Für Kommunikationsverantwortliche bedeutet das: Die Spielregeln ändern sich – und zwar spürbar. In einer ersten Veranstaltung zu dem Thema haben wir insbesondere die kommunikativen Anforderungen beleuchtet und umsetzungsorientierte Hinweise gegeben.
Im zweiten Teil bekommen wir einen kompakten Überblick über die neuen rechtlichen Leitplanken zur Nachhaltigkeitskommunikation. Unsere Experten, Dr. Marc Ruttloff und Prof. Dr. Eric Wagner, sind Rechtsanwälte und Partner der Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz und zudem Schriftleiter der ESG-Zeitschrift, die im C.H. Beck Verlag erscheint. Sie erläutern, welche Aussagen künftig besonders kritisch sind, wie Bildsprache und Farbcodes (z. B. grüne Gestaltungselemente) rechtlich eingeordnet werden und wie Unternehmen eine konsistente, belastbare und rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation sicherstellen können. Zudem erläutern sie typische Fallstricke wie uneinheitliche Aussagen im Unternehmen oder vermeintliche Produktvorteile, die in Wahrheit nur gesetzliche Mindestanforderungen darstellen.
Da die neue Regulierung die Schnittstelle von Recht und Kommunikation besonders stark betrifft, möchten wir ausdrücklich auch die unternehmensinternen Counsel und Juristinnen/Juristen der BdKom‑Mitglieder herzlich zu diesem Webinar einladen. Eine enge interdisziplinäre Abstimmung wird für die künftige Compliance entscheidend sein.
Termin: 27. April 2026, 12.00-13.00 Uhr
Format: Online‑Webinar
Zielgruppe: Presseverantwortliche, Kommunikationsprofis sowie Unternehmensjuristinnen und ‑juristen
Referenten: Dr. Marc Ruttloff, Prof. Dr. Eric Wagner, beide Partner und Rechtsanwälte bei der Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz
Moderation: Nils Repke (FG Wirtschaft), Pia Hesselschwerdt (FG Immobilienwirtschaft & Bau) und Gabi Hässig (KG Nachhaltigkeitskommunikation)